Ausblick zur RegioCOP für Oberfranken (10. bis 19. November 2025)

Zusammenfassung in einfacher Sprache
Vom 10. bis 19. November 2025 wird in Bayreuth und Oberfranken die Klimazukunft diskutiert. Die RegioCOP 2025 vernetzt Akteur:innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft – organisiert von der Professur für Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Bayreuth und dem Verein zur Förderung des forum1.5. Zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen steht die Woche unter dem Motto „Regional handeln, um global zu verändern“ und entwickelt neue Impulse für den Klimaschutz vor Ort.
Summary in english
From November 10 to 19, 2025, the future of the climate will be discussed in Bayreuth and Upper Franconia. RegioCOP 2025 brings together stakeholders from politics, science, business, and society – organized by the Chair of Urban and Regional Development of the University Bayreuth and the Association for the Promotion of forum1.5. Ten years after the Paris Climate Agreement, the week’s motto is “Act regionally to change globally” and will develop new impetus for local climate protection.
Austausch, Vernetzung und neue Ideen
Die RegioCOP 2025 versteht sich als eine Plattform für alle, die in Oberfranken aktiv an der sozial-ökologischen Transformation arbeiten. Die Veranstaltungsreihe will den regionalen Klimaschutz sichtbar machen, Best-Practice-Beispiele teilen und Kooperationen fördern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die globalen Klimaziele auf regionaler Ebene umgesetzt werden können und 10 Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen Bilanz zu ziehen, wo Oberfranken steht.
Höhepunkte im Programm
Über zehn Tage hinweg und darüber hinaus finden in ganz Oberfranken zahlreiche Veranstaltungen statt – von Fachvorträgen und Diskussionsrunden bis hin zu Mitmachaktionen für Bürger:innen.
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10. November 2025 (Auftaktveranstaltung): Impulse und Podiumsdiskussion zum Stand des regionalen Klimaschutzes.
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Thematische Teilkonferenzen: Wärme, Energie, Mobilität, Ernährung, Gesundheit, Wasser, Bauen, Bildung, kommunaler Klimaschutz und viele mehr (s. Website)
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19. November 2025 (Abschlussveranstaltung): Präsentation und Verabschiedung einer gemeinsamen RegioCOP-Resolution mit konkreten Handlungsempfehlungen für die verschiedenen Bereiche der Teilkonferenzen.
- 19. November 2025: RegioCOP meets Bayerische Nachhaltigkeitstagung: Im Fokus steht die Frage, wie wir gemeinsam motiviert und mit Wirkung konkret etwas verändern können.
Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Die Plätze sind begrenzt. Sicher Dir jetzt Deinen Platz auf www.regiocop.de

Echten Klimaschutz vor Ort erreichen – in Kommunen, Unternehmen und Initiativen, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen und voneinander zu lernen. Die RegioCOP 2025 bietet dafür die Bühne, um Wissen zu teilen, Projekte zu vernetzen und neue Impulse für die Region zu setzen. Auch 2025 werden wieder viele Akteur:innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft vor Ort sein.

Höchste Dringlichkeit von regionalem Klimaschutz und Klimaanpassung
Prof. Manfred Miosga (Professor für Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Bayreuth und Mitinitiator der RegioCOP) will mit der Veranstaltungsreihe Bewegung vor Ort erzeugen, denn eigentlich müsste das Thema oberste Priorität haben. Er führt aus, dass Kippelemente früher ausgelöst werden als bisher angenommen und verweist auf den Klimaaufruf der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, welche bei den aktuellen politischen Rahmenbedingungen davon ausgehen, dass 2050 bereits eine Erderhitzung um plus 3 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau erreicht werden könnte.
https://www.dpg-physik.de/veroeffentlichungen/publikationen/stellungnahmen-der-dpg/klima-energie/klimaaufruf/pix/dpg_klimaaufruf_kurzfassung.pdf
Manfred Miosga betont ebenfalls die Dringlichkeit von Klimaanpassung auf regionaler und globaler Ebene: “Innenstädte, Kliniken, Pflegeheime werden im Sommer zu Hitzefallen. Urlaubsregionen werden zu Risikogebieten.”
Sprecher:innen-Rat
Der Sprecher:innen-Rat der RegioCop besteht aus Prof. Manfred Miosga, Dr. Johannes Lüers (Wetter- und Klimaforscher und Geschäftsführer der Kreisgruppe Bayreuth des Bund Naturschutz in Bayern e.V.) und Barbra Cunnigham (Vorsitzende der Energie- und Klimaallianz Forchheim).

Johannes Lüers möchte Wegbereiterinnen und Wegbereitern eine Bühne bieten, um Herausforderungen vor Ort zu lösen und umzusetzen. Ihm ist wichtig, Fachleute, Zivilgesellschaft und Entscheider:innen zu vernetzen. Mehrere Ebenen stehen durch die RegioCOP zur Verfügung, die Ideen und Erkenntnisse, das Wissen und Engagement zusammenzubringen, die Herausforderungen zu bündeln und Wege zur Umsetzung aufzuzeigen.
Barbara Cunningham hebt die Anzahl und Vielfalt der Initiativen in Oberfranken hervor. Die Energie- und Klimaallianz Forchheim steht bereits seit 2017 in Kontakt mit der Universität Bayreuth. Auch die oberfränkischen kreisfreien Städte Bamberg, Coburg und Hof ringen um finanzielle Spielräume für Klimaschutz und Klimaanpassung. Hervorzuheben sind auch die Aktivitäten in den Landkreisen und Gemeinden. Hier gehen zum Beispiel die Akteur:innen in Speichersdorf und Goldkronach zukunftsweisende Wege.
Teilkonferenz Hochschulen
Vertreter:innen der oberfränkischen Hochschulen treffen sich, um Bilanz zu ziehen und auf dem Weg zur Klimaneutralität voneinander zu lernen. Die Teilkonferenz Hochschulen musste aus terminlichen Gründen auf den 26. November gelegt werden und fällt damit aus dem gebündelten Veranstaltungszeitraum. Dennoch werden die Ergebnisse in die Pressekonferenz am 9. Dezember 2025 einfließen.
Die Universität Bayreuth hat jüngst ihren Nachhaltigkeitsbericht 2025 veröffentlich:
https://www.nachhaltigkeit.uni-bayreuth.de/de/governance/Nachhaltigkeitsbericht/index.html
Der Fokus der Universität Bayreuth liegt auf den Bereichen Wärme- und Energiemanagement sowie Pendel-Mobilität der Universitäts-Angehörigen, da das die größten Herausforderungen im Hinblick auf Klimaneutralität darstellt. Es bleibt abzuwarten, wie der konkrete Reduktionspfad für die Universität Bayreuth und alle Hochschulen gelingt.
Finanzierung der RegioCOP
Ursprünglich initiiert wurde die RegioCOP durch das Förderprojekt forum1.5 der Universität Bayreuth (finanziert durch Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Die nachhaltige Verstetigung soll auf mehreren Säulen stattfinden:
- Verein zur Förderung des forum1.5: Möglichkeit zu Spenden und zur Mitgliedschaft: https://forum1punkt5.de/foerderverein/
- Crowdfunding: https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/regiocop25
- weitere Projektanträge
- Bewerbung für Preise
- Sponsoring
Aktuell wird die RegioCOP von zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen sowie einer wissenschaftlichen Hilfskraft der Universität Bayreuth und zu einem großen Anteil von ehrenamtlichem Engagement getragen. Die Herausforderungen bleiben groß, aureichend finanzielle und personelle Ressourcen für die Transformationsplattform zu aquirieren. Unterstützung und Spenden sind hier in hohem Maße gefragt.
Resolution mit Forderungen und Empfehlungen
Auch dieses Jahr wird aus den Teilkonferenzen wieder eine Resolution mit Forderungen und Empfehlungen erarbeitet. Es bleibt spannend, wie die diesjährige RegioCOP dazu beitragen kann, die Intentions-Verhaltens-Lücke zu überwinden und die Menschen in Oberfranken ins Handeln zu bringen. Immerhin geht es um nicht weniger als unsere gemeinsamen Lebensgrundlagen.
Zur Vorbereitung lohnt sich definitv ein Blick auf die Website und in die Resolution 2024:
www.regiocop.de//wp-content/uploads/2024/11/Resolution_RegioCOP24_final-1.pdf
Die Anmeldungen zu den Teilkonferenzen sind eröffnet: www.regiocop.de/anmeldung-2025/
