Für’s Klima ohne Plastik

Aktuell ist das Thema „Plastik“ in aller Munde. Ab 2021 gibt es in der EU sogar ein Verbot für Einwegplastik wie Trinkhalme, Geschirr und Wattestäbchen (Quelle).

Warum eigentlich ohne Plastik leben?

Damit aus Erdöl Plastik wird, werden viele Zusatzstoffe wie Weichmacher und Bisphenole benötigt. Diese Stoffe lösen sich mit der Zeit wieder aus dem Plastikverbund und gelangen dann auch in Nahrungsmittel und Kosmetika. So nehmen wir sie beim Essen und über die Haut in unseren Körper auf. Mittlerweile ist über Blut- und Urintests Plastik in fast jedem Menschen nachweisbar. Viele der Stoffe schädigen unsere Gesundheit, indem sie zum Beispiel Leber und Nieren angreifen. Durch einen Verzicht auf Plastik kann man den Kontakt mit diesen Schadstoffen auf ein Minimum reduzieren.

Plastikfrei ist umweltfreundlicher.

Schätzungsweise 86 Millionen Tonnen Plastik befindet sich derzeit in unseren Meeren (Quelle). Einmal in der Umwelt angekommen, bleibt das Plastik dort, da es von Mikroorganismen nicht abgebaut werden kann und so nur ganz langsam durch Licht und Temperatureinflüsse in immer kleinere Teile zerfällt, dem Mikroplastik. Vor allem Tiere leiden unter diesen Abfällen. Sie verschlucken giftige Plastikteile, verfangen sich in größeren Stücken und gehen daran zu Grunde. Mit unseren Plastikgütern produzieren wir langlebigen, giftigen Müll, der meistens nicht mehr wieder verwertet und dadurch ständig mehr wird. Indem wir auf Plastik verzichten, verhindern wir eine weitere Vermüllung der Meere und Länder.

Plastikfrei schützt das Klima.

In jeder einzelnen seiner Lebensphasen setzt Plastik Treibhausgase frei und beeinträchtigt so unser Klima; Anfänglich zum Beispiel bei der Herstellung, wenn fossile Rohstoffe gewonnen, raffiniert und weiterverarbeitet werden. Momentan produzieren wir weltweit 400 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr (Quelle). Neben der Herstellung verursacht auch die Entsorgung von Plastik Treihausgase. Obwohl in Deutschland durch Mülltrennung Rohstoffe recycelt werden, wird Plastik verbrannt. Insgesamt wird damit gerechnet, dass bis 2050 der jährliche CO2-Ausstoß durch Kuststoffproduktion und -verbrennung bei über 56 Gigatonnen CO2-Äquivalenten liegt. Das entspricht 10-13% des jährlichen Gesamtbudgets an Treibhausgasen, die wir ausstoßen dürften, um das 1,5° Ziel zu erreichen (Quelle). Um unser Klima zu schützen, braucht es deshalb Alternativen zu Plastik.

Wie plastikfrei leben?

Wenn du genau aufpasst, merkst du, dass Plastik in all deinen Lebensbereichen auftaucht. Für die meisten Verwendungen aus Plastik gibt es einfache, gute Alternativen. Probier sie einfach mal aus.

In der Küche

Beim Einkaufen

  • wiederverwendbare Einkaufstauschen
  • Unverpackte Lebensmittel kaufen: in Bayreuth demnächst bei der Hamsterbacke
  • Mehrwegbehälter für Wurst und Käse
  • Stofftaschen für loses Obst und Gemüse

Im Badezimmer

  • Seife statt Duschgel
  • Festes Haarshampoo statt Shampoo
  • Menstruationstasse statt Wegwerfartikel
  • Naturkosmetik ohne Mikroplastik
  • Zahnbürste aus Holz
  • Zahnputztabs statt Zahncreme

Im Kleiderschrank

  • Naturfasern statt Kunstfasern
  • Vermeidung von Fast Fashion

Beim Putzen

  • Putzmittel Selbermachen
  • ehemalige Spültücher z.B. aus AltstoffGarn zum Putzen wiederverwenden

Was sind deine ultimativen Tipps für weniger Plastik im Alltag?

Wenn du weitere Ideen hast, wie man Plastik vermeiden kann oder schon Alternativen ausprobiert hast, schicke uns deine Tipps und Tricks, Fotos, Anleitung und Co. für unsere Webseite an start [aet] transition-bayreuth [punkt] de
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Wenn du mehr zu (Mikro-)Plastik und Klimaschutz erfahren willst, findest du hier spannende Literatur: