Der Traum geht weiter – Das hAusprobieren geht in die zweite Runde

Der erste Schritt zu einem Transition Haus in Bayreuth ist geschafft!! Ab dem 19. September werden wir mit dem „Transition Haus Bayreuth“ in die schönen Räume der Dammallee 4-6 einziehen können und in einem Probelauf bis zum 18. Dezember einen laufenden Betrieb anbieten. Nach der Zusage des Bundesförderprogramms „Demokratie leben“ können die Miete und Unkosten für die ersten 3 Monate gedeckt werden und das „Transition Haus“ kann starten. Freude!!

Nach den ersten Freuden kommt damit jetzt vor allem eine Menge Arbeit auf uns zu; die Zeit bis zur Eröffnung läuft leider nicht langsamer… Die Räume wollen vorbereitet und hergerichtet werden, Pläne müssen erstellt und Werbung gemacht werden. Mit der Gründung eines gemeinnützigen Vereins wollen wir unsere Organisation nachhaltiger und professioneller gestalten, um den Betrieb auch im neuen Jahr fortführen und/oder ausbauen zu können.

Dies scheint ein guter Zeitpunkt zu sein, um noch einmal zu betonen, dass wir ein Haus bzw. ein Verein sein wollen, der offen für Jede/n unabhängig von Alter, Geschlecht oder Herkunft ist und wir uns gerade jetzt über jede Form von Unterstützung freuen; sei es kreativer, ideeller, arbeitender, materieller oder finanzieller Art. „Jeder kann jedem etwas beibringen!“. Das Transition Haus als Einrichtung kann und will nur funktionieren mit der Hilfe und Mitarbeit vieler! Wir haben nun die große Chance bekommen, Bayreuth etwas zu bieten und die Stadt von unten zu verändern.  Lasst uns anfangen!

Ein utopischer Traum wird Wirklichkeit – jedenfalls für einen Tag

Am Samstag, den 18.07.2015 war es so weit: Unser „hAusprobieren“!

Wir konnten das erste Mal sehen, was unsere Ideen in der Praxis bedeuten können. Ab 10 Uhr standen die Türen der ehemaligen Ballettschule in der Dammallee 4-6 offen und es wurde fleißig gehämmert, gesägt, geschraubt, diskutiert, gegessen, gekocht, geredet, gespielt, gestaunt, sich angefreundet und gesonnt. In einem der drei geöffneten Räume befanden sich zeitweise eine Holzwerkstatt, ein Wiederverwertungsworkshop und ein Nähcafé. Die Holzwerkstatt lud Kinder wie Erwachsene zum gemeinsamen Schaffen mit Holz ein. So entstanden Kochlöffel, Racletteschaber oder Aufbewahrungsmöglichkeiten. Das Nähcafé half unermüdlich Taschen und Täschchen und ein große Anzahl von Stofffischen zu nähen und der Wiederaufbereitungs- oder Upcycle-Workshop ermöglichte das Basteln von z.B. Tetrapackgeldbörsen aus unbrauchbar geglaubtem Material. Parallel dazu gab es im großen Raum um 13 Uhr eine Einführungsveranstaltung zum „Systemischen Konsensieren“. Eine neue Form der demokratischen Entscheidungsfindung, die nach den Widerständen der einzelnen Beteiligten einer Gruppe fragt und auch als „Entscheidungsfindung in Gruppen 2.0″ bekannt ist. Continue reading „Ein utopischer Traum wird Wirklichkeit – jedenfalls für einen Tag“